20 Jahre Saferpay


20 Jahre Saferpay

Eine einzigartige E-Commerce Lösung feiert Geburtstag

Viele erinnern sich noch an das kleine Männchen mit dem gelben Schlüssel. So fing alles an.

Anlässlich des 20-jährigen Jubiläums von Saferpay geben wir einen Rückblick auf die vergangenen Jahre und schauen, wie sich Kundenanforderungen, Saferpay als Produkt sowie der E-Commerce Zahlungsmarkt im Laufe der Zeit gewandelt haben. In diesem Blogartikel laden wir Sie ein, uns auf eine Reise in die Vergangenheit zu begleiten, die mit einem Ausblick auf Trends und Entwicklungen für die Zukunft endet.

Saferpay Erfolgsgeschichte

Die Geschichte des E-Commerce begann weltweit am 11. August 1994 mit dem ersten dokumentierten Verkauf in einem Online-Shop. Es war eine Sting CD, die bei dem Händler Noteworthy Music auf dem US-Marktplatz Netmarket per Kreditkarte bezahlt wurde.

Die Geschichte von Saferpay nahm kurze Zeit später ihren Lauf. Saferpay entwickelte sich vom Start-up zum interkontinentalen Payment Service Provider des grössten Payment-Konzerns Europas. Wir beschäftigen noch heute Mitarbeiter aus den Anfängen, die das Produkt in seiner aussergewöhnlichen Geschichte über die vergangenen 20 Jahre begleitet haben.

Vom Start-up zum Grosskonzern

Anno 1995 reiste D. Eckstein, Mitarbeiter der 3C-Systems AG in Zürich, zur Inspiration ins amerikanische Silicon Valley. „Die Zukunft des Retails gehört dem Internet“, so die gewonnene Überzeugung – für die damalige Zeit revolutionär. Nach seiner Rückkehr überzeugte er seinen Vorgesetzten, einen Versuch mit Online-Transaktionen zu starten.

1998 wurde dann die EFT API Schnittstelle – Abkürzung für Application Programming Interface – geboren und verarbeitete die erste Online-Transaktion im Internet. Dies war eine Pionierleistung, denn der Online-Handel steckte Ende der 90er Jahre noch in den Kinderschuhen. Was für die Erfolgsgeschichte noch fehlte, war ein dedizierter, verständlicher Name – denn was eine API ist, wusste damals kaum jemand.

Bewerbung von Saferpay.

Bewerbung von Saferpay.

Zusammen mit einer Marketing-Agentur wurde im Jahr 2000 das Online Bezahlsystem Saferpay in der Schweiz gelauncht. Als Branchenvorreiter expandierte Saferpay schnell über die Schweizer Grenzen hinaus. „Saferpay-Ikone“ war Christian Vetsch, Verkaufsleiter und Mitglied der Geschäftsführung, der die Geschichte des bargeldlosen Bezahlens im Internet grundlegend mitgestaltete und die Bezahllösung in ganz Europa vermarktet hat. Seine Verkaufsstrategie:

"Don't talk about easy and safe WebPayment. Get it!"

Saferpay Werbekampagne, 3C Broschüre, 2000.

Saferpay Werbekampagne, 3C Broschüre, 2000.

Die erste ausländische Verkaufsniederlassung der 3C-Systems wurde 2000 in Hamburg gegründet und die Marke Saferpay im deutschen Markt aufgebaut unter der Leitung von Sascha Breite und Johannes F. Sutter, Geschäftsführer.

Über die kommenden Jahre vergrösserte Saferpay den Abstand zur Konkurrenz mitunter durch Features, wie einer Gratis Testumgebung auf Compact Disk und im Netz für Entwickler, dem Launch der Website www.saferpay.com mit Online-Dokumentation sowie dem VIP Kundenlogin (Very Important Payer), einem Kreditkarten-Wallet.

Mit dem Erfolg kam das Interesse grösserer Firmen: 2003 wurde die 3C-Systems AG inklusive Saferpay von Telekurs gekauft. Mit dem Zusammenschluss zur SIX Group 2008 vergrösserte sich das Unternehmen nochmals. Saferpay wurde zunehmend als Paket zusammen mit der Akzeptanz für Kredit- und Debitkarten verkauft.

Als wichtige Produktentwicklungen sind insbesondere die Verknüpfung der physischen Terminals mit Saferpay (Omni-Channel) sowie die Marktplatzfähigkeit zu nennen.

Der strategische Zusammenschluss mit Worldline

2019 wurde Worldline von Worldline übernommen, die in Saferpay einen strategischen Payment Service Provider für KMU und internationale Unternehmen sieht. Die neue Ausrichtung förderte das Wachstum in neuen Märkten. Unser E-Commerce Produkt wird seit 2019 auch neben der DACH Region aktiv in den Benelux Staaten vertrieben. Im November 2020 folgte die Übernahme von Ingenico – das Ergebnis ist ein neuer Top-Player im internationalen Zahlungsgeschäft: Als Worldline-Gruppe sind wir heute Partner von einer Million Händlern in über 170 Ländern und verantwortlich für den reibungslosen Zahlungsverkehr von rund 250.000 Webshops.

Was wir gelernt haben

Wir haben einige unserer langjährigen Mitarbeiter aus den Bereichen Entwicklung, Verkauf und Management befragt, wie sich ihre Arbeit rund um Saferpay im Laufe der Zeit verändert hat, welche Erkenntnisse sie gewonnen und welche Trends sie festgestellt haben.

Developer First Culture

„Die Kaufentscheidung wird immer mehr von Entwicklern getroffen und nicht mehr nur von der Geschäftsleitung oder der Einkaufsabteilung", ist sich Johannes F. Sutter, heute Head Sales E-Commerce & Omni-Channel bei Worldline in Deutschland, sicher. Einem Entwickler bleibt nicht verborgen, wenn eine Lösung zwar in der Theorie alle Anforderungen abdeckt, in der Praxis aber schlecht zu bedienen ist und durch technische Komplexität hohe Integrationskosten verursacht.

„Wir wollen unseren Kunden eine Payment Lösung bieten, die möglichst einfach zu nutzen ist“, bringt Patrik Stähli, Worldline die Entwicklungsphilosophie von Saferpay auf den Punkt. Als langjähriger Mitarbeiter und Software Architekt war Patrik Stähli unter anderem massgeblich an der Einführung der neuen JSON API Schnittstelle im Jahr 2016 beteiligt, welche in Bezug auf die Integrationsfreundlichkeit neue Massstäbe setzte und viele Wettbewerber zur Nachahmung inspirierte.

Ein Meilenstein in der Saferpay Geschichte war vor rund 10 Jahren die Einführung der „Null-Bug-Richtlinie“. Es ist dem Einsatz der Entwickler zu verdanken, dass seither ausnahmslos alle gefundenen Bugs zeitnah gefixt werden können. Die erfreuliche Erkenntnis: Man spart tatsächlich Zeit und Geld, indem Bugs sofort behoben werden. „Man muss mit Herzblut entwickeln und verkaufen sowie die Qualität hochhalten, um erfolgreich zu sein", so die Überzeugung von Jörg Lüthi, Test Engineer Saferpay und von Anfang an dabei. Höhere Qualität macht zudem Weiterentwicklungen einfacher und freut nicht zuletzt auch unsere Kunden.

Integrierte Lösungen

Ein Trend, der sich erkennen lässt, ist der zu immer stärker integrierten Lösungen mit grösserem Funktionsumfang: Während zu Beginn der E-Commerce Ära in den frühen 90er Jahren Händler mangels Alternativen noch überwiegend eigene Webshops implementierten, setzen heute immer mehr Händler auf Standardlösungen, wie Magento und WooCommerce. Wir sind mit dieser Entwicklung mitgegangen und bieten eigene Saferpay Plugins, mit denen unser Online-Bezahlsystem auf allen gängigen E-Commerce Plattformen genutzt werden kann.

Händler wollen ihren Kunden einen nahtlosen Übergang zwischen Online- und In-Store Transaktionen bieten. Unser Omni-Channel Offering stellt hierfür die ideale Lösung dar.

Um unseren Kunden auch weiterhin einen möglichst grossen Mehrwert bei gleichzeitig geringem Integrationsaufwand zu bieten, sind wir kontinuierlich auf der Suche nach Partnerschaften. Diese Partnerstrategie ist für uns im Laufe der Jahre zunehmend wichtiger geworden und hat zuletzt zum Angebot einer gehosteten Komplettlösung geführt.

Compliance versus Innovation

Eine weitere Beobachtung der vergangenen Jahre: Regulatorische Vorgaben und Compliance-Anforderungen nehmen kontinuierlich zu.

Mit der zweiten EU-Zahlungsdiensterichtlinie PSD2 wurden zum Beispiel nicht nur Händler, sondern auch wir als PSP und Acquirer sowie alle anderen Beteiligten im Payment-Processing mit neuen Regulatorien konfrontiert. Diese erhöhte technische und juristische Komplexität macht Änderungen – wie die Implementierung von 3-D Secure 2 – heute sehr viel zeitaufwändiger als früher.  

Über die letzten Jahre hat sich vielerorts abgezeichnet, dass die Anzahl an Kreditkartenzahlungen stagniert, während gleichzeitig Wallets, wie Apple Pay oder TWINT, und kontobasierte Zahlungsarten, wie Bancontact und iDEAL, grosse Wachstumsraten verzeichnen.

Wir verfolgen natürlich weiterhin alle Trends im Zahlungsverkehr und werden unser Zahlungsmittelangebot stetig erweitern und anpassen, um Ihnen wichtige Wallets und weitere alternative Bezahlmethoden zur Verfügung stellen zu können.

Software as a Service (SaaS)

Auch in Bezug auf die Benutzerfreundlichkeit wachsen die Anforderungen stetig. Amazon macht es mit seiner AWS Cloud Plattform vor: Mit wenigen Klicks kann man online zusätzliche Dienste aktivieren oder neu konfigurieren. Das setzt Massstäbe und führt zu einer hohen Erwartungshaltung auch in anderen Bereichen: Self-Service ist klar im Trend, Kunden erwarten zunehmend digitale Services, statt zeitaufwändige manuelle Prozesse.

Johannes F. Sutter: „Wenn Du auf einen Knopf klickst und es funktioniert, dann hast Du gewonnen!" Dem tragen wir Rechnung und sorgen dafür, dass unsere Kunden immer mehr Dienste mit uns automatisieren oder Änderungen direkt über das Saferpay Backoffice durchführen können.

Ein gutes Beispiel dafür ist die Implementierung von Apple Pay: Als einer der ersten Anbieter überhaupt bieten wir unseren Händlern in Zusammenarbeit mit Apple ein vollautomatisches Onboarding an, bei dem Händler mit zwei Mausklicks Apple Pay aktivieren und sich einen komplexen technischen Verifikationsprozess ersparen können.  

Wir sagen Danke

Wir möchten uns bei Ihnen als Kunde, Partner und Leser für Ihr Interesse und Vertrauen, für Ihre Partnerschaft und Mitarbeit ganz herzlich bedanken, und hoffen, dass Sie einige Anregungen gewinnen konnten. Ein Dank gilt auch unseren Kollegen, die Saferpay zu dem erfolgreichen Online-Bezahlsystem und Payment Service Provider gemacht haben, der Saferpay heute ist. Wir hoffen auf viele weitere erfolgreiche gemeinsame Jahre!