Besinnliche Weihnachtszeit? Hochkonjunktur für Betrüger!

Besinnliche Weihnachtszeit? Hochkonjunktur für Betrüger!

Vor Weihnachten geht’s rund: Viele Kunden im Laden, teure und aussergewöhnliche Einkäufe... gut fürs Geschäft, aber auch gut für Betrüger!

Betrüger haben in der Vor-Weihnachtszeit Hochkonjunktur. Dann nämlich, wenn das Verkaufspersonal viel zu tun hat und auch ungewöhnliche Einkäufe eben nichts ungewöhnliches sind. Und so läuft es ab: 

Wie gehen die Betrüger vor?

Ein besonders beliebter und häufiger Trick: Die Betrüger bestellen per Telefon oder E-Mail und der Händler soll die Kreditkartenangaben manuell am Zahlterminal eintippen – ohne dass er weiss, ob der Anrufer wirklich der rechtmässige Besitzer der Kreditkarte ist. 

Betrüger, die so vorgehen, erzeugen meist künstlichen Stress: Sie behaupten, dass ihr teurer Einkauf sehr dringend sei, sodass keine Zeit bleibt, Abklärungen zu treffen. Besonders Luxus-Geschäfte stehen im Fokus. Die Betrüger geben sich dort als anspruchsvolle, zahlungskräftige Kunden aus − das appelliert zusätzlich an die Dienstleistungsbereitschaft des Verkaufspersonals. Für die Bemühungen werden vielleicht sogar grosszügige Trinkgelder in Aussicht gestellt und nicht selten auch bezahlt.  

Wann sollten bei Ihnen die Alarmglocken läuten?

  • Wenn bei Ihnen unbekannte Kunden Bestellungen aufgeben und selber nicht vor Ort sind.
  • Wenn die Einkaufssumme ungewöhnlich hoch ist.
  • Wenn Artikel telefonisch oder schriftlich bestellt werden, die man üblicherweise vor dem Kauf aus- oder anprobieren möchte.
  • Wenn der Betrag auf verschiedene Kreditkarten verteilt wird: So werden aussergewöhnlich grosse Beträge getarnt – die Teilbeträge fallen den kartenherausgebenden Banken nicht weiter auf. 

Was können Sie tun?

  • Sensibilisieren Sie Ihr Verkaufspersonal – wie verhalten sich Betrüger, was ist ein auffälliger Geschäftsfall, wie soll man reagieren?
  • Lassen Sie sich nicht von einem vermeintlich grossen Umsatz blenden. Darauf setzen die Betrüger.
  • Rufen Sie im Zweifelsfall SIX an. Halten Sie dazu folgende Daten bereit: Kartennummer, Verfalldatum, Name des Karteninhabers (auf der Karte), Lieferadresse.
  • Sicherheitshalber sollten Sie Kartenzahlungen nur akzeptieren, wenn der Karteninhaber mit der Karte bei Ihnen im Ladengeschäft steht. Die Transaktion muss nach dem Einführen ins Terminal mittels Eingabe der PIN oder der Signatur autorisiert werden.
  • Telefon- oder E-Mail-Bestellungen sollten Sie höchstens von Ihnen sehr gut bekannten Stammkunden entgegennehmen. Aber auch dann besteht ein gewisses Restrisiko – denn es kann sein, dass die Karte nicht gedeckt ist.

Wenn Sie Bestellungen per Telefon oder E-Mail unbedingt entgegennehmen möchten, dann schliessen Sie am besten einen sog. Distanzvertrag ab. So können Sie die Kartenangaben, die Sie per Telefon oder E-Mail erreichen, von der Bank online und in Echtzeit autorisieren lassen – genau wie beim Zahlterminal. Hier finden Sie mehr Informationen zu diesem Angebot