Paymit –  der Fahrplan von SIX zum Erfolg – bis zu zwei Millionen User bis 2017 erwartet

Paymit – der Fahrplan von SIX zum Erfolg – bis zu zwei Millionen User bis 2017 erwartet

Mit Paymit lanciert SIX die erste schweizweite bankenoffene Bezahl-App. UBS und Zürcher Kantonalbank sind die ersten Banken, die ihren Kunden die Möglichkeit bieten, mit Paymit zu bezahlen. In diesem Interview haben wir Pedro Deserrano, Chief Marketing Officer von SIX Payment Services, um seine Sichtweise auf Paymit und das Potenzial der neuen App gebeten.

Was macht Paymit für Banken und deren Kunden interessant?

Pedro Deserrano: Paymit ist ein offenes System, das jeder nutzen kann, indem er die App von iTunes oder Google Play herunterlädt. Da wir Paymit in Zusammenarbeit mit Banken anbieten, haben wir ein perfektes Vertriebssystem. Wenn es um Zahlungen geht, vertrauen Menschen ihren Banken und Paymit ist nicht irgendeine eine App, die der Nutzer von jemandem herunterlädt, den er nicht kennt. Die App kommt von deiner Bank, ist Teil deines E-Bankings, das macht sie sicher, vertrauens- und glaubwürdig. Paymit ist Teil des Schweizer Zahlungs-Ökosystems und hat sehr hohe Sicherheitsstandards. Und wir dürfen nicht vergessen: Paymit ist schnell, das Leben wird einfacher – und es macht einfach Spass, es zu verwenden!

Bitte wagen Sie einen Blick in die Zukunft: Wo steht Paymit in zwei Jahren?

Pedro Deserrano: Studien besagen, dass derzeit immer noch rund CHF 87 Milliarden Bargeld in der Schweiz im Umlauf sind. Wenn es uns gelingt, nur fünf Prozent davon durch Paymit zu ersetzen, wäre das ein grossartiger Erfolg. Unser Ziel ist es, innerhalb der nächsten zwei Jahre bis zu zwei Millionen Kunden zu gewinnen. Mit derzeit zwei Schweizer Flagship-Banken, UBS und ZKB, die ihren Kunden Paymit anbieten, sind wir zuversichtlich, dass wir dieses ehrgeizige Ziel erreichen. Weitere potenzielle Bankenpartner haben bereits ihr Interesse bekundet.

… und wie sieht die Zukunft des bargeldlosen Bezahlens aus?

Pedro Deserrano: Seien wir ehrlich, Banken fürchten sich vor Apple Pay und anderen vergleichbaren vorhandenen Lösungen und der Tatsache, dass sie Einlagen verlieren könnten. Wir hoffen, dass wir mit Paymit innerhalb der nächsten zwei Jahre ein breites Netzwerk mit vielen Konsumenten und vielen Händlern haben werden. Peer-to-peer-Zahlungen sind ein faszinierender Teil der Finanzwelt, und P2P steht immer noch am Anfang…

Der Markt für Mobile Cashless Payments verändert sich in rapider Geschwindigkeit – worauf müssen sich Händler einstellen? Welche Herausforderungen kommen auf sie zu, was dürfen sie nicht verpassen?

Pedro Deserrano: Der nächste Schritt unseres Fahrplans zum Erfolg ist es, die App den Händlern anzubieten. Es wird ihr Leben und das ihrer Kunden um einiges vereinfachen, weil die Transaktionen in Echtzeit passieren. Und schliesslich hoffen wir, möglichst viele Händler zu überzeugen, Paymit in ihr Kassensystem zu integrieren. Unsere Strategie ist es, zuerst ein grosses Netzwerk an Paymit-Usern zu schaffen. Je mehr Teilnehmer Paymit hat, desto interessanter wird es für Händler!

Herr Deserrano, herzlichen Dank für das Interview.